Mittwoch, 15. April 2015

Egokunst

Egokunst ist: ich nehme mich an, wie ich bin. Ich strebe Authentizität an. Ich nehme mich ernst und wichtig.  Ich strebe nach Glück in meiner Wirklichkeit.

Montag, 24. Februar 2014

Ich und Du

Bertolucci hat wieder einen wunderbaren Film gemacht. Was ich mitnehme? "Versprich mir, dass du aufhörst Dich zu verstecken!"

Donnerstag, 8. März 2012

ich selbst sein

Mutter sein meiner Tochter / Tochter sein meiner Mutter / Lohnabhängige sein im Kapitalismus / Gestalterin meiner freien Zeit / Motorradfahrerin Banditin / Inlinerin in der Region / Köchin mit Kühlschrank und WOK / Gärtnerin einer Wildnis / Wanderin über Ostalb, Rems- und Kochertal / Träumerin von Wölfen und Surfbrettern am See / Mythenleserin / Lehrerin am PC / Staunerin in Weinseligkeit / Begreiferin männlicher Haut / Formerin von Ton und Pinselstrichen / Malerin zärtlicher Farben / Tänzerin im Rock/

Sonntag, 1. Januar 2012

wieder zurück... zu Liebe und Spiel!


Lese gerade ein Essay des Systemtheoretikers Humberto Maturana.
Er beschreibt unsere Kultur als "geschlossenes Netzwerk von Konversationen", das "unser alltägliches Leben zu einer Form der Koexistenz" mache, "in der es um Kampf, Wettbewerb, Hierarchien, Autorität, Macht, Vermehrung, Wachstum, Inbesitznahme von Naturschätzen und die rationale Rechtfertigung der Kontrolle und Beherrschung von anderen durch die Inbesitznahme der Wahrheit geht. Wir sprechen zum Beispiel ... vom Kampf gegen Armut und Ausbeutung, wenn wir soziale Ungerechtigkeiten korrigieren wollen, oder vom Kampf gegen die Verschmutzung der Umwelt, wenn wir unsere Umwelt sauber halten wollen, ... als ob alle unsere Handlungen den Einsatz von Gewalt erforderten, und als ob schöpferisches Tun nur Reaktion auf Herausforderung wäre. ..." (Liebe und Spiel, die vergessenen Grundlagen des Menschseins, 1994)
Er schreibt und begründet, dass es notwendig sei, dass "Liebe und Spiel wieder eingebracht werden als lenkende Ausgangspunkte und Grundlagen für alle Unternehmungen menschlicher Koexistenz, indem wir wagen, ... menschliche Wesen zu sein, die eine menschliche Welt schaffen in Harmonie mit der Natur und die das Emotionieren hinter sich lassen, das Inbesitznahme, Autorität, Kontrolle, Sicherheit, die Hochschätzung der Vermehrung und die Abwertung der Emotionen und der Sexualität aufrecht erhält, das Patriarchalität mit sich bringt."
Und jetzt das Gelernte in Alltagssituationen umsetzen... nicht immer einfach! ;o))

Donnerstag, 2. September 2010

Religion

Religion ist die Verankerung symbolischer Ordnungen in der Psyche. Symbolische Ordnungen repräsentieren politische Ordnungen, zum Beispiel Verhältnisse zwischen Personen und Personengruppen. Diese Verankerung in der Psyche eines Menschen stabilisiert diese Ordnungen und bindet ihn an sie. Gleichzeitig weist sie dem Individuum einen Platz in der Ordnung zu, in einer Hierarchie zum Beispiel einen Platz weiter oben oder unten. Ordnungen können lineare, hierarchische oder vernetzte Muster bilden.

Die patriarchalen Religionen beispielsweise bilden hierarchische Ordnungen mit Vätern an der Spitze ab. Söhne werden in dieser Ordnung von den Vätern geopfert. Eine mögliche Wirkung dieser Ordnung ist das soldatische Heldentum, die Opferung von Söhnen im Krieg zum Machterhalt und zur Vergrößerung des Machtbereichs der Väter.
Die patriarchalen Hierarchien weisen Müttern eine Rolle als Besitz der Väter zu, was diesen die Kontrolle über ihren Nachwuchs ermöglichen soll. Eine Folge dieser Ordnung ist die Spaltung weiblicher Muster in die sexuell aktive weibliche Kinderlose und die marienhaft asexuelle aseptische Mutter.

Die Verankerung der symbolischen Ordnungen erfolgt durch Mythen, Bilder und Rituale, die den Kindern schon in der Früherziehung nahegebracht werden, in der modernen Gesellschaft beispielsweise durch Fernsehprogramme, in früheren über Märchen, Geschichten, Lieder und Gedichte. Die subtilste und gleichzeitigt wichtigste Verankerungswirkung hat die Sprache selbst. So können Machtverhältnisse unsichtbar gemacht werden, Personengruppen unsichtbar gemacht werden ("der" Mensch) und Alternativen zu bestehenden Ordnungen unsichtbar gemacht werden, indem sie tot geschwiegen werden.

Wenn wir heute andere Verhältnisse etablieren wollen, beispielsweise vernetzte Strukturen in flachen kooperierenden Hierarchien, kommen wir nicht darum herum, für diese auch symbolische Ordnungen zu formulieren, zu benennen und zu beschreiben. Vorbilder finden sich in so genannten matriarchalen Kulturen, wie beispielsweise sie Hannelore hier gesammelt und beschrieben hat.
Wichtig ist auch, entsprechende Sprachmuster, Bilder, Mythen, Rituale ... zu finden, die uns ermöglichen, unsere Psyche in diese Ordnungen einzubinden. Ein einigermaßen allgemeinverständlicher Ansatz zum Begriff "Symbolische Ordnung" findet sich bei Antje hier, Texte zum religiösen Aspekt finden sich bei Jutta Voss oder Gerda Weiler.

Mit den Mitteln der Rebellion ("Kampf gegen") oder Ignoranz ("Atheismus") stellen wir bestehende Ordnungen nicht in Frage, sondern stärken sie indirekt, weil wir ihre symbolischen Ordnungen in unserer Psyche anerkennen und nicht durch unsere ersetzen.

Wir begehren heute den Paradigmenwechsel. Erreichen werden wir ihn, wenn wir Religion, wenn wir unsere symbolischen Ordnungen, nach unseren Zielen gestalten. Wirkung ist die Vereinigung unserer psychischen Energien, in eine zielgerichtete Kraft der Veränderung hin zu einer neuen politischen Ordnung.

[Ergänzung 3/2015: GOTT DIE MUTTER - eine alternative symbolische Ordnung, eine Kreation von Kirsten Armbruster]

Dienstag, 13. Oktober 2009

Wikipedia über Elinor Ostrom

Ostrom ist weltweit angesehen als eine führende Forscherin im Bereich der Umweltökonomie. Sie setzt sich mit der Frage auseinander, wie Menschen in und mit Ökosystemen nachhaltig über lange Zeit interagieren können. Inhaltlich befasst sie sich u.a. mit der Fischereiwirtschaft, mit Bewässerungssystemen, mit Wald- und Weidewirtschaft, in späteren Arbeiten auch mit Wissen und der Problematik geistigen Eigentums.

International bekannt wurde sie vor allem mit ihrem Buch Governing the Commons: The Evolution of Institutions for Collective Action (1992), in dem sie sich mit Regulierungsregimen für natürliche Ressourcen beschäftigt. Anhand von Fallstudien kam sie zu dem Ergebnis, dass für eine angemessene und nachhaltige Bewirtschaftung von Allmendegütern in vielen Fällen eine institutionalisierte lokale Kooperation der Betroffenen sowohl staatlicher Kontrolle als auch Privatisierungen überlegen sei. Dies steht in Widerspruch zur Annahme vieler Politikwissenschaftler und Ökonomen, dass die einzige Lösung für das Problem der sogenannten Tragik der Allmende in Eingriffen des Staates von außen besteht, entweder mittels der Etablierung und Durchsetzung von Eigentumsrechten oder durch die Ausübung staatlicher Kontrolle.[2] Mit ihrer Studie wies sie nach, dass die Allmende auch im Rahmen von lokalen autonomen und autarken Institutionen nachhaltig bewirtschaftet werden kann.

Sonntag, 16. August 2009

unglaublich

Zitat: "Die Anwaltskanzlei Linklaters, die zu Guttenberg mit der Formulierung des Gesetzesentwurfes zur Zwangsverwaltung maroder Banken beauftragt hatte, hat sich einen Namen gemacht als Lobbyisten-Kanzlei für hoch riskante Finanzprodukte. Linklaters arbeitet für True Sale International, einen Bankenzusammenschluss, der 2004 von 13 großen Banken gegründet wurde und mit Stiftungskonstruktionen eben jene Verbriefungen in großem Stil auf den Weg brachte, die als zentraler Auslöser der Finanzkrise gelten. Einer der Gründer von True Sale International ist zudem Jörg Asmussen, der heute als Staatssekretär im Finanzministerium eine zentrale Rolle bei der Krisenpolitik der Bundesregierung spielt.
...
Attac fordert die Bundesregierung auf, die Vergabe jeglicher Aufträge an die Verursacher der Finanzkrise zu beenden. Dazu Jutta Sundermann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis: "Diese Berater gehören in die Wüste gejagt. Mit ihnen ist eine Bewältigung der Krise im Interesse und zum Wohl der Allgemeinheit ausgeschlossen. Was wir brauchen, ist endlich eine öffentliche Auseinandersetzung mit den Ursachen der Krise." Als Voraussetzung dafür müsse die Bundesregierung die Banken endlich zwingen, alle Karten offen auf den Tisch zu legen." Quelle

Donnerstag, 30. Juli 2009

die Geierwally

Immerhin heißt sie Walpurga, und geht nicht in die Kirche.
Immerhin widersetzt sie sich der Willkür ihres Vaters.
Immerhin hat sie unser aller Sympathie und Respekt -
für ihren Mut, für ihre Selbstsicherheit und Widerstandskraft

... trotz alledem ist es ein Stück, welches die RZB verHERRlicht,
wenn auch: geschrieben in einer Zeit, in welcher die Romantik
ein gewissermaßen fortschrittlicher Impuls der Selbstfindung
und Selbstbestätigung war.

Heute, im Zeitalter der Transmoderne,
ist das Stück in erster Linie reaktionär -
oder fällt LeserInnen etwas Besseres dazu ein?

Schön

Freitag, 19. Juni 2009

1983

ich will
ich will Erfüllung
ich will alles

mit Leib und Seele lieben
das Leben
mich
Dich

Sonntag, 14. Juni 2009

Zitat: "Eine Zusammenführung des Wissens aus der Matriarchatsforschung mit den Erfahrungen und Visionen der anarchistischen Bewegung könnte einige Synergieeffekte bewirken, die möglicherweise dazu führen, dass beider wichtige Botschaften endlich Eingang in die angehende Diskussion um nachhaltige Gesellschaftsstrukturen finden: Die Analyse beider Strömungen deutet darauf hin, dass die überdimensionierte und zentralisierte hierarchische Gesellschaftsorganisation, wie sie heute von den Staaten repräsentiert wird, dem Wesen des Menschen und der Natur seines Heimatplaneten nicht gerecht werden. Die Ablösung der einst überall üblichen matriarchal-egalitären Sozialordnung („Ausgleichs-“ bzw. „Partnerschaftsgesellschaften“) durch die patriarchale Matrix hat der Welt erst jene Welle der Zerstörung, der Gewalt und des Chaos gebracht, die heute das Überleben unserer Gattung insgesamt bedroht – ironischerweise nicht mehr nur das der Menschen am unteren Ende der Herrschaftspyramide …"
Quelle: http://www.mama-anarchija.net