Posts mit dem Label Semiotik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Semiotik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 9. Oktober 2010

Dawkins und die Atheisten

Die Fragestellung, ob es "Gott gibt" oder nicht, und die Aussage Richard Dawkins, es wäre für ihn unerheblich, ob "ein männlicher oder ein weiblicher Gott NICHT existiert" (youtube) sind in meinen Ohren Scheingefechte.
Das ist keine wesentliche Fragestellung, sondern Hirnwichserei mit dem Ziel, vielleicht, rhetorische Fähigkeiten zu trainieren, weiter nichts.

Wesentlich ist die Frage: Woran orientiere ich mich? Orientiere ich mich am Kaputtmachen, Töten, Ausbeuten, Herrschen-über, Ausnutzen, Übervorteilen, Leerfressen, Auslachen...
oder! Orientiere ich mich am Leben Spenden, Helfen, Unterstützen, Fördern, Mitfühlen, All-Eins-Sein, Lieben...

Wörter und Zeichen, Bilder, Be-Griffe wie "Gott" oder "Göttin" sind Möglichkeiten, mit anderen Menschen über diese Orientierungen zu kommunizieren. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Diese ZEICHEN existieren, in unendlicher Vielfalt, in Natur und Kultur, für uns alle wahrnehmbar.

Dienstag, 7. September 2010

Zitat: "Die Liebe ist also eine kulturelle Narration, die auf weiter gefasste kulturelle Narrationen des Selbst verweist. Ebenso wie andere Geschichten ist sie durch die ihr innewohnenden kulturellen Codes definiert.
Ein kultureller Code ist per definitionem ein konzeptuelles System, das sich um zentrale Gegensätze und Gleichsetzungen herum gruppiert, in denen Begriffe wie - Frau und Mann - einander gegenübergestellt werden, wobei jeder Begriff mit einem Bündel symbolischer Attribute belegt wird.
Kulturelle Codes liefern die Grundlage für Konnotationen.

Über kulturelle Codes wird soziale Realität gelesen, mitgeteilt und gestaltet. Poststrukturalistischen Historikerinnen und Soziologinnen zufolge vermittelt sich Bedeutung vor allem über paradigmatische Gegensätze und syntag-matische Assoziationen. So beinhaltet der US-amerikanische kulturelle Code für Liebe "häufig" Kategorien wie "Behutsamkeit", "Wärme" und "Freundschaft", nicht aber Bedeutungen wie "Lust" oder "wilde Leidenschaft". Kulturelle Codes wurzeln in der Gesellschaft, ihren Einrichtungen, Organisationen und standardisierten Prozessen, von denen ausgehend sie sich wie ein Geflecht aus Gegensätzen und Assoziationen ausbreiten."

Quelle: http://lucia6bi.blogspot.com/2009/11/love-me-or-leave-me2.html