"Ich bin so wild nach Deinem roten Erdbeermund,
mein Blick sucht Deine blauen Augen,
Dein Adamsapfel wippt so zärtlich, brummt so rund,
ich glaub' du würdest mir gut taugen..."
Ein einunddreißig Jahre altes Gedicht für meine Jugendliebe
kommt mir heute wieder in den Sinn.
Ich fühlte in aller Melancholie doch Vorfreude, spürte Gewissheit:
irgendwann, eines Tages werde ich Dich lieben dürfen - sicher.
Sentimental, und kaum zu glauben: es ist wahr, es ist da, es ist uralt und es ist wunderbar!
Wenn ich Dich so fühle ist mir alles and're egal...
Dein liebender Blick ruht auf mir, Deine Hände genießen meine Haut,
Dein Harter streift mir die Fut, Dein Mund saugt voller Genuss meine Nippel -
mit Dir bin ich schön, mit Dir bin ich immer jung, immer gewesen, und bin es noch.
Meine weichen Hüften sind weich für Dich,
meine lachenden Augen strahlen Dich an,
meine saftige Möse spritzt Dir vor Wollust
mitten ins Gesicht.
Vital Altern, das heißt: Haut auf Haut reiben, und zahllose Extasen,
und zärtliche Orgasmen,
und der Geruch von Erde und Gras und Benzin,
vertrauter Saft, und Wissen: ich bin bei Dir,
bis ans Ende der Tage.
Komm, komm genießen wir: uns, genießen das WIR,
wundervoll, mitten in all dem absurden
Wahnsinn der Wirklichkeit, so genannt.
Komm, komm umarmen wir uns: wieder und wieder!
Komm machen wir Liebe.
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Donnerstag, 18. August 2016
Dienstag, 22. Dezember 2015
Freitag, 3. April 2015
das Alter: Entschlossenheit ist Freiheit
Das Alter schleicht sich in K-noch-en Gelenke Gedärme Knöchel knacken Eisblumen die Lust sucht nach Kräften in Winterkälte genügt sich im sich Vergewissern sich Wünschen im Wollen nur selten noch, frei, tätig, merkwürdig die Eltern die Greise schwächeln die Kinder mehr und mehr aber sicher Entschlossenheit ist Freiheit was fehlt ist Vögeln auf duftenden Wiesen -noch- wärmt mich die Vorfreude Liebe ist dein cool Water Duft in meinem Hirn eine Fehlstelle die schmerzt -noch- locken neue Ufer Καιρός der goldene Schnatz ICH MACHE einen Schritt zur Seite Dein Angriff Κρόνος geht in die Leere -noch-
Sonntag, 16. Mai 2010
Du fährst
Ein Frühsommertag voll Vogelglück und warmem Wind schon am Morgen und es schien als hätte er genau dieselbe Idee: gegen Sieben die SMS, Verabredung nach Feierabend, draußen am Wald. Den ganzen Tag über Vorfreude fühlen, Phantasieren, Fröhliches erwarten. Die kleine Flucht um halb Vier, viel früher als sonst, dienstags - Viertel nach Fünf war vereinbart, ich wollte nicht zu spät sein. Dann, wie so oft, schon fünf Minuten vorher am Treffpunkt, der Parkplatz aber mitten drin in dieser Nordic Walking Weibergruppe, ach nein.
Da kam er angebraust, wie immer flott und frisch geduscht im Sportdress, eingehüllt in seinen unverwechselbaren Duft - hm... was machen wir da. Steig ein, du fährst, ich blase, fahren wir zum See. Ok. Seine Hand im Haar, sein Raunen im Ohr, immer wieder wunderbar. Sich fühlen wie sechszehn, immer wieder schön. Manchmal an einer Ampel auftauchen, kichern, lachen, danach: weitermachen.
Am See schnell aus dem Wagen, hinter die Büsche in die Wiese gerollt, getollt, wie früher mit sechszehn, nur viel, viel - gelassener. Eine Stunde dem Alltag stibitzt, der Pflicht, eine kleine Stunde Glück. Du fühlst Dich wohl in meinen Falten sagst du mir, und ich Dir: herrlich, das. Die Wirklichkeit entsteht in der Erinnerung, bis sie verblasst und wir uns langsam, ganz, ganz langsam: vergessen.
Da kam er angebraust, wie immer flott und frisch geduscht im Sportdress, eingehüllt in seinen unverwechselbaren Duft - hm... was machen wir da. Steig ein, du fährst, ich blase, fahren wir zum See. Ok. Seine Hand im Haar, sein Raunen im Ohr, immer wieder wunderbar. Sich fühlen wie sechszehn, immer wieder schön. Manchmal an einer Ampel auftauchen, kichern, lachen, danach: weitermachen.
Am See schnell aus dem Wagen, hinter die Büsche in die Wiese gerollt, getollt, wie früher mit sechszehn, nur viel, viel - gelassener. Eine Stunde dem Alltag stibitzt, der Pflicht, eine kleine Stunde Glück. Du fühlst Dich wohl in meinen Falten sagst du mir, und ich Dir: herrlich, das. Die Wirklichkeit entsteht in der Erinnerung, bis sie verblasst und wir uns langsam, ganz, ganz langsam: vergessen.
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